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Embrace – Du bist schön, #bodypositivity oder wie war das alles noch gleich?

Embrace – Du bist schön, #bodypositivity oder wie war das alles noch gleich?

Habt ihr den Film „Embrace“ gesehen?  Dieser Dokumentarfilm hat vor einigen Monaten einen regelrechten Hype ausgelöst. Plötzlich war der Begriff bodypositivity in aller Munde und gefühlt hatte jeder etwas zum Thema zu sagen.

Ich auch, wie ihr unten lesen könnt. 🙂 Aber zunächst habe ich den Inhalt des Films noch einmal zusammengefasst.

Embrace – Du bist schön

Taryn Brumfitts Vorher/Nachher Bild geht um den Erdball. Vorher: Schank und durchtrainiert. Nachher: weibliche Rundungen. Dieser Post wurde über 100 Mio. Mal angeschaut. Aber was wollte sie der Welt damit mitteilen? Grob zusammengefasst, liebe deinen Körper so wie er ist. Sie liebte es schwanger zu sein, doch mit ihrem After-Baby-Body konnte sie sich nicht anfreunden. Sie fing an zu trainieren und bekam einen „Traumbody“. Doch leider stellte sie fest, dass sie ganz und gar nicht glücklich war. Durch die vielen Stunden im Fitnessstudio konnte Taryn deutlich weniger Zeit mit ihren drei Kindern und ihrem Ehemann verbringen.

„Stop hating your body; start living your life“, so ihre Massage. Eine unfassbar tolle Message, wie ich finde.

Die Australierin lernte ihren Körper trotz aller Defizite zu akzeptieren. Durch ihren Facebook Post wurde ihr allerdings bewusst, wie viele Menschen mit ihrem Körper hadern. Deshalb startete sie ihr Filmprojekt „Embrace“und reiste durch einige Länder um mit zahlreichen Frauen zu sprechen. Darunter waren sehr einprägende Geschichten, u. a. eine junge Frau mit Vollbart, ein Plus-Size- Model, eine Essgestörte. Besonders im Gedächtnis blieb mir das Interview mit einem Verbrennungsopfer. Dieser Frau gelingt es trotz dieser Tragödie ihren Körper zu lieben.

Aber warum können sich die meisten Menschen nicht einfach akzeptieren und annehmen wie sie sind?

Diese paar Zahlen verdeutlichen das:

91 % aller deutschen Frauen sind mit ihrem Körper unzufrieden
45 % aller Frauen mit gesundem Gewicht denken, sie wären übergewichtig
In den USA werden jedes Jahr 4 Mio. Schönheits-OPs durchgeführt
90 % der Fälle von Magersucht und Bulimie betreffen Frauen
In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 1,8 Mrd. Euro für Diätmittel ausgegeben.
49 % der Deutschen lassen regelmäßig Schönheitseingriffe vornehmen

Warum all das?

Mit Sicherheit haben die Sozialen Netzwerke und die Medien einen großen Einfluss darauf. Überall werden Menschen mit hervorragender Figur, immerzu gestylten Haaren und reiner Haut abgebildet. Der eigene Blick in den Spiegel zeigt meistens etwas ganz anderes. Morgens ein zerknauschtes Gesicht, verstrubbelte Haare, unreine Haut, das ein oder andere Fettpölsterchen, Cellutite. Dass die Medien jedoch ein derart falsches Ideal verbreiten, vergisst man oftmals gerne. Nein, die Menschen die wir da bewundern, sehen nicht immer so aus. Meistens werden viele, sehr viele Fotos geknipst bis ein brauchbares dabei ist. Und anschließend wird das ganze noch durch ein Bildbearbeitungsprogramm aufgehübscht. Erst danach wird das Bild im Netz verbreitet.

Ein weiterer Grund ist ungesunde Perfektion. Noch mehr Sport, noch weniger Kalorien konsumieren, noch eine Schicht Make-up. Ist ein „Makel“ beseitigt oder zumindest minimiert, tritt ein anderer in den Vordergrund. Ich sags euch, das ist eine Endlosschleife. Früher hatte ich einige Kilos mehr auf den Rippen. Als ich diese dann los war, fiel mir auf, dass meine Zähne und meine Haut ja ein Graus sind. Eine Neverending Story eben…

Ständiges Vergleichen ist auch ein ziemlicher Pain. Es frustriert und führt zu nichts. Denn wir sind nicht die anderen. Jeder hat andere Gene, jeder hat einen anderen Körperbau und jeder ist einfach anders. Jeder ist einzigartig! Und das ist auch gut so!

Überlegt doch mal, wie viel Zeit ihr hättet, wenn ihr euch nicht ständig mit euren Makeln beschäftigen würdet?
Wie viel mehr Lebensfreude ihr hättet, wenn ihr gemeinsame Essen mit euren Freunden in vollen Zügen genießen könntet, ohne im Kopf die Kalorien zu überschlagen oder daran zu denken, wie viel Sport ihr morgen machen müsst?
Überlegt doch mal, was euch euer Body-Hating gebracht hat? Mir persönlich hat es Kummer, negative Gedanken und ein Engegefühl in der Brust gebracht. Alles in allem nichts positives.

Ich habe es keine Sekunde bereut, dass ich irgendwann im Jahr 2010 beschlossen habe, meinen Körper so zu akzeptieren und zu lieben wie er ist. Es war und ist nicht einfach. Keineswegs. Nicht selten struggle ich mit manchen Sachen. Aber ich weiß, das ist eine temporäre Phase. Es geht vorbei.

In meinem nächsten Artikel werde ich euch mehr davon berichten, wie ich gelernt habe, mich selbst so anzunehmen wie ich bin und wie ihr das auch schaffen könnt.

Klickt hier, falls ihr noch weitere Inspiration benötigt. Achtung, die Rede von Taryn Brumfitt kann einfach lebensverändernd sein.

Falls ihr einen ähnlichen Artikel im Blog lesen möchtet, schaut einfach bei Christina´s Text „Schönheit hat viele Formen – und wir nehmen sie viel zu wichtig“ vorbei.

Bildquelle: https://www.pexels.com



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