Gelassenheit – Meine Ideen für ein gelasseneres Leben

Gelassenheit – Meine Ideen für ein gelasseneres Leben

Mein Blick ist eisig. Meine Schritte sind fest und hastig. Ich laufe zur Kaffeemaschine. Ich laufe weg von meinem Arbeitsplatz. Mein Herz rast. Meine Gedanken überschlagen sind. Ich rege mich auf. Notgedrungen laufe ich mit meinem Getränk zurück zu meinem Schreibtisch. Unzählige böse Worte huschen über meine Lippen.  Meine Kollegen raten mir nur, ich solle mich nicht so aufregen. Schnippisch antworte ich, dass es Situationen gibt, wo ich es nicht einsehe, mich nicht aufzuregen. Zeit für Feierabend. Ich gehe nach Hause. Daheim angekommen sind meine Gedanken immer noch düster. Zwei Stunden später ist meine Laune noch unverändert und der Abend für mich gelaufen.

Und warum?

Weil ich mich über Situationen aufrege, die vermutlich die Meisten kennen. Diese Situationen werden auch immer wieder kommen. Deshalb muss ich endlich gelassener werden. Denn meine Gesundheit und meine Freizeit sind mir heilig. Aber wenn ich jetzt die nächsten Jahre weiter so emotional auf solche Situationen reagiere, sind meine Nerven irgendwann futsch und meine Freizeit ziemlich trostlos.

Zu allererst: Was ist Gelassenheit?

Gelassenheit ist eine innere Einstellung, die Fähigkeit, vor allem in schwierigen Situationen die Fassung oder eine unvoreingenommene Haltung zu bewahren. Sie ist das Gegenteil von Unruhe, Aufgeregtheit, Nervosität und Stress.

Während Gelassenheit den emotionalen Aspekt betont, bezeichnet Besonnenheit die überlegte, selbstbeherrschte Gelassenheit, die besonders auch in schwierigen oder heiklen Situationen den Verstand die Oberhand behalten lässt, also den rationalen Aspekt innerer Ruhe.“ Quelle: Wikipedia

Ich stelle fest, Gelassenheit ist so ziemlich genau das Gegenteil von meinem Verhalten. Da ja bekanntlich, die Einsicht der erste Schritt zur Besserung ist, stehen meine Chancen nicht schlecht, dass ich mein Verhalten künftig ändern kann.

Dennoch wird meine Einsicht alleine nicht ausreichen. Deshalb habe ich mir einen Masterplan zurecht gelegt.

Sofortmaßnahmen:

Schritt 1: Durchatmen

Dieser Tipp ist sehr abgedroschen, ich weiß. Trotzdem bin ich überzeugt, dass diese Maßnahme eine Wunderwaffe ist. Einige Male in Ruhe ein- und ausatmen. So ist die Ursache mit Sicherheit nicht aus der Welt, aber immerhin können Kurzschlusshandlungen vermieden werden.

Schritt 2: Entscheidung treffen

Es ist letztlich immer meine Entscheidung, ob ich mich derart aufregen will. Ich sollte mich öfter schlichtweg dagegen entscheiden. Ich werde gewiss nach einigen Monaten eine positive Wirkung feststellen können.

Schritt 3: Gegenmaßnahmen einleiten

Was kann ich genau jetzt tun, um gelassener zu werden? Meine Devise: sofortige und kurzzeitige Ablenkung. Einfache Handlungen, wie Wasser trinken oder mit Anderen über etwas erfreuliches plaudern, sollten zumindest kurzzeitig Abhilfe verschaffen.

Schritt 4: Achtsamkeit

Sobald der erste Gefühlssturm überwunden ist, werde ich intensiv in mich hineinhören und meiner Seele lauschen. Warum fühle ich mich so angespannt? Warum bin ich wütend? Was genau bringt mich aus der Ruhe? Was will mir dieses Gefühl sagen? Das ist wohl der schwierigste aber auch spannendste Part. Nach einiger Zeit werde ich mit Sicherheit interessantes feststellen, was mich im Leben weiterbringen wird.

Langzeitmaßnahmen:

Nichtsdestotrotz sind meine Sofortmaßnahmen vermutlich nicht genug.  Meiner Meinung nach, muss ich einiges langfristig ändern, um gelassener zu werden. Aufgrund dessen möchte ich einige Punkte, welche mir ohnehin wichtig sind, intensivieren und wieder verstärkter in meinem Leben berücksichtigen.

Yoga:

Durch das Praktizieren von Asanas bringen wir unseren Körper und unseren Geist wieder in Einklang. Dadurch können körperliche Verspannungen vermindert und gedankliche Belastungen schneller losgelassen werden. Yoga ist somit die perfekte Wohltat für Körper und Seele.

 Meditation:

Meditation ist eine weitere Wunderwaffe für und gegen alles. Diese Maßnahme darf deshalb keinesfalls in meinem Masterplan fehlen.  In einem Beitrag schrieb Christina, welche positiven Auswirkungen Meditaion haben kann und wie man sich eine tägliche Routine aneignet.

Ausgedehnte Spaziergänge:

Spazieren gehen ist eins meiner liebsten Hobbies. Das Laufen an der frischen Luft, regt nicht nur die Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphinen) an, sondern lindert auch Stress und Müdigkeit. Also, *thumbs up* für ausgedehnte Spaziergänge.

Sport:

So richtig auspowern! Den Kummer nicht runterschlucken oder rausbrüllen, sondern stattdessen auf dem Laufband weglaufen, im Schwimmbad wegschwimmen oder in der Muckibude wegdrücken. Bei dem Punkt bin ich ehrlich. Ich habe es in den letzten 28 Jahren nicht geschafft, eine Sportart zu finden, die mir langfristig Spaß macht. Oft bin ich ein paar Monate total motiviert bis dann wieder die Keine-Lust-Phase kommt und am Schluss die Bequemlichkeit siegt. 🙁

Gesunde Ernährung:

Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass eine gesunde Ernährung enorm wichtig ist. Das war definitiv nicht immer so!  Durch eine nährstoffreiche Ernährung fühlen wir uns fitter, energiegeladener, gesünder und belastbarer. Die Ernährung ist deshalb ein absolutes Must-Do!

 

Mit meinem Masterplan sollte ich ab sofort für unangenehme Situationen gewappnet sein. Ich bin mir gaaanz sicher! 😉 ;-)Habt ihr einen ultimativen Tipp für mich? Schreibt mir den unbedingt in die Kommentare. 

Bildquelle: https://www.pexels.com



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