Mindmindpower im Juli – Gefühlt, gedacht, gelesen

Mindmindpower im Juli – Gefühlt, gedacht, gelesen

Ziemlich ruhig war ich im Juli. Mein letzter Artikel auf dem Blog ist mittlerweile schon zwei Monate alt und auf Instagram war ich auch nicht wirklich präsent.

Das lag leider gar nicht an meinem phänomenalen Offline-Leben. Die Lust an Project Mindpower hatte ich auch nicht verloren. Nein, ich war gefangen in einem emotionalen Tief. Verletzlich wie ein rohes Ei hätte ich es nicht geschafft, etwas persönliches online zu teilen. Auch generell fühlte ich mich „draußen“ unwohl. Ich hatte nichts mehr zu erzählen. Zig Fragen zerlöcherten stattdessen mein Gehirn. Letztes Jahr war alles so klar. Ich wusste, wer ich bin und wusste wohin meine Reise gehen soll. Aber auf einmal war da nichts mehr. Da war nur noch Leere. Gedanken schwirrten in die Vergangenheit, analysierten die Gegenwart und malten eine trübe Zukunft. Nichts bereitete mir mehr Freude.

Selbst mein morgendliches Dankbarkeits-Ritual stimmte mich nicht dankbar. Mir fielen so viele Dinge ein, für die ich dankbar sein kann. Aber statt glücklicher wurde ich trauriger. Immer war mir bewusst, dass ich für vieles dankbar sein kann, aber das Gefühl der Dankbarkeit setze nicht ein. Ich wurde noch trauriger, weil ich nicht mal mehr in der Lage war, dankbar zu sein.

Was meiner kleinen Seele enorm geholfen hat, war Journaling. Jeden Abend stellte ich meinen Timer auf 15 Minuten und tippte drauf los. Ziellos. Ohne Erwartung. Einfach drauf los. Ich tippte meine Gefühle und meine Gedanken aus meinem Kopf. Und es tat soooo gut. Nach einigen Tagen fühlte ich mich etwas besser. Noch richtig überragend mega gut, aber immerhin besser.

Außerdem sehnte ich mich nach SEIN. Die Vergangenheit vergangen sein lassen. Die Gegenwart akzeptieren und die Zukunft einfach mal abwarten. Ich zwang mich zu meditieren. Oft war es eine Überwindung aber alle Fasern meines Körpers genossen die ruhigen und achtsamen Atemzüge. Dennoch war es schwierig die Konzentration auf dem Atem zu halten und nicht abzuschweifen.

Trotzdem verbesserten die Einheiten meine Stimmung deutlich. Das Meditieren will ich unbedingt beibehalten. (Habe ich mir zwar schon oft – erfolglos- vorgenommen, aber naja, vielleicht klappt es ja diesmal. Ich bin guter Dinge. :-))

Ich war zwar total mit mir selbst beschäftigt, aber ein paar richtig coole Blogartikel habe ich dennoch gelesen, die ich nun teilen möchte:

MyMonk – Guter Ratschlag

Kürzlich erzählte ich über meinen Rundrücken. Dass das ständige Sitzen nicht förderlich für meinen Rücken sein kann und dass ich etwas dagegen mach muss. Ich erzählte! Ich jammerte nicht, ich fragte nicht nach Rat. Trotzdem erhielt ich promt gaaaaaaaaaaaanz tolle Ratschläge verpasst. Ich solle es doch mal mit Yoga oder Pilatis versuchen. Yoa, ist beides sicherlich nicht schlecht, nur hatte ich nicht nach einem ganz gut gemeinten Tipp gefragt.

Romy gibt uns in ihrem MyMonk Artikel einen Hinweis, was effektiver hilft als ungefragte Ratschläge. 🙂

Hier geht’s zum Beitrag.

Fuckluckygohappy – Mein Job hat keinen Sinn – was nun?

Tagein, tagaus derselbe Trott. Montags – freitags wird im Büro, auf der Baustelle oder an der Kasse malocht. E-Mails werden abgearbeitet, Solaranlagen installiert oder Lebensmittel übers Band gezogen. Auf Dauer ist das ziemlich trist. Wer hätte nicht lieber einen Job, der ihn erfüllt und zugleich die Welt zu einem besseren Ort macht? Also, ich hätte gerne so einen Job. Fänd ich ziemlich geil.

Auf fuckluckygohappy veröffentlichte Helena einen coolen Beitrag, der mich zum Nachdenken brachte. Man braucht nicht unbedingt die Welt retten, man kann auch in seinem Brotjob Gutes tun. 

Hier einige Auszüge aus dem Post:

„Ich glaube, dass nicht entscheidend ist, was wir machen, sondern wie.”

  • „Verbessere ich mein Arbeitsumfeld durch meine Anwesenheit?

  • Löse ich Spannungen, anstatt sie zu kreieren?

  • Unterstützte ich meine Kollegen*innen auf ihren Wegen, indem ich da bin, zuhöre und mithelfe?

  • Gehe ich an den meisten Tagen zufrieden nach Hause?

  • Bin ich präsent?”

Zum vollständigen Beitrag gelangt ihr hier.

Vanilla-Mind.de – Psyche hat doch jeder

„Psyche hat doch jeder“ – so lautet der Titel von Lena Kuhlmann´s Buch. Aufmerksam wurde ich durch das Interview der Autorin auf dem Blog Vanilla-Mind.

Ich habe ein Buch über die Psyche geschrieben, weil ich finde, dass es an der Zeit ist, dass sie einmal die Hauptrolle in einer Geschichte bekommt. Ohne Psyche läuft nämlich gar nichts.“

So sieht´s nämlich aus! Ohne Psyche geht nämlich nix. Ich finde, im Jahr 2018 ist die Zeit endlich reif dafür, dass die Gesellschaft über physische Krankheiten spricht und das Versteckspiel endlich ein Ende hat. Wenn der Rücken schmerzt, geht man völlig selbstverständlich zum Arzt und berichtet anschließend die Diagnose dem Stammtisch. Die Diagnosen von psychischen Leiden verleugnet man, aus Angst vor Ablehnung, aus Schamgefühl, gerne mal.

Das Buch werde ich Anfang September während meiner freien Tage lesen. Ich freue mich jetzt schon.

Hier könnt ihr das Interview lesen und hier ist das Buch erhältlich.

Herzliche Grüße und bis Bald

Luisa

Instagram Project Mindpower



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