Autor: Christina

Mut zum Schrägstrich: Wie Du wirst, was Du liebst

Mut zum Schrägstrich: Wie Du wirst, was Du liebst

Wenn man mich fragt, was „ich so mache“, dann antworte ich noch immer ganz selbstverständlich mit dem Titel meines „Brot-Jobs“. Dass ich einen Blog habe, verleugne ich meistens. Wenn mich jemand nach meinem Blog fragt, dann antworte ich oft: „Wir sind gerade so an dem […]

Mindpower im April – Gelesen, gehört, gedacht, gemacht

Mindpower im April – Gelesen, gehört, gedacht, gemacht

Wir schreiben den 6. Mai – der April-Rückblick ist somit nun quasi eine satte Woche überfällig. Das ist aber kein Wunder, denn der April hatte es richtig in sich. Umso wichtiger also, das ein oder andere festzuhalten.

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Das ist für Dich, wenn Du glaubst, Du bist nicht okay

Das ist für Dich, wenn Du glaubst, Du bist nicht okay

Dieser Text ist für Dich. Weil Du Dich manchmal nicht traust „Nein“ zu sagen. Weil Du jemanden so gerne magst, dass Du ihn nicht enttäuschen willst. Weil Du Dir so viel Mühe gibst, alles immer richtig zu machen. Weil Du Tränen zurückhälts, weil sich nicht […]

Der Weg ein kreatives Leben zu führen

Der Weg ein kreatives Leben zu führen

„Wenn das Schicksal nicht wollte, dass ich Schriftstellerin bin, dann hätte es mich nicht zu einer machen sollen, finde ich“, schreibt Elizabeth Gilbert in „Big Magic“. Es ist leicht hier die Augen zu verdrehen. Schließlich ist Liz Gilbert nicht erst seit „Eat Pray Love“ Schriftstellerin. […]

Die Frage, nach der es kein Zurück mehr für Dich gibt

Die Frage, nach der es kein Zurück mehr für Dich gibt

Manchmal ist Deutsch eine unfassbar ungelenke und ungraziöse Sprache.

Weil, guck mal: Persönlichkeitsentwicklung!

Per-sön-lich-keits-ent-wick-lung.

Ein siebensilbiges Textmonster, das Dich schon erschlägt, während Du noch versuchst, es auszusprechen. Man kann „Persönlichkeitsentwicklung“ nicht beiläufig erwähnen. Es kann nicht humorvoll klingen, nicht locker oder unbeschwert. Das Wort brettert krachend auf die Erde wie ein Amboss im Trickfilm, egal, wann und zu wem Du es sagst.

„Ach, Du bloggst? Wovon handelt Dein Blog denn?“

„Ach, im weitesten Sinne über Persönlichkeitsentwicklung, so.“ („Per-sön-lich-keits-ent-wick-lung! Bäm!“)

„Ah …“

In der Regel brechen die Gespräche hier ab oder verebben so ganz langsam. Das Silbenmonster hinterlässt fast immer irgendwie Schweigen. Manch einer versteigt sich noch kurz auf eine halbherzig-höfliche Frage und hofft auf keine lange Antwort. Viele glauben „Uh, dieses Psychozeugs“. Die werden dann vorsichtig.

Manche denken „Ach, so Hippiezeugs“. Das ist ok. Man wird höchstens belächelt.

Und ein paar wenige verorten einen in der Esoterik-Ecke und glauben, Du pendelst jeden Morgen erst mal die Schwingungen Deines Frühstücks aus. Die nehmen dann in der Regel die Beine in die Hand.

Vor kurzem wurde ich gefragt: „Warum eigentlich Persönlichkeitsentwicklung?“

Ich hatte erst mal gar keine Antwort außer: „Was sonst?“

Denn die Persönlichkeitsentwicklung (so ungemütlich das Wort auch klingt) gehört inzwischen so selbstverständlich zu meinem Leben, dass ich gar nicht mehr darüber nachdenke. Mich nicht damit zu befassen kommt mir beinahe absurd vor.

Persönlichkeitsentwicklung ist der Grund, auf dem Du stehst, nachdem Du ins Kaninchenloch gefallen bist und erkennst, dass die Welt irgendwie plötzlich auf dem Kopf zu stehen und nicht mehr so viel Sinn zu machen scheint. Sie ist kein Hobby wie eine Briefmarkensammlung. Sie ist kein Interesse wie „Ich gehe gern ins Theater“. Sie ist eher eine Lebenseinstellung. Eine Lebensaufgabe.

Und sie kommt in Dein Leben, sobald Du Dir eine Frage stellst:

Was will ich wirklich?

Die Frage schleicht sich an. Bei mir war es erst ein komisches Gefühl. Als wäre ich über Nacht plötzlich aus meiner eigenen Haut herausgewachsen. Als würde ich gar nicht mehr so wirklich in das Leben passen, das ich führte. Eine Weile wummerte die Frage nur dumpf in meinem Bauch wie ein Bass von weit weg. Irgendwann wurde es drängender. Ich war ein Handy auf Vibrationsalarm und niemand ging ran. Irgendwann war das Gewummer jedoch so nervig, dass ich hinhören und mir die Frage stellen musste. Bin ich hier wirklich richtig? Die Antwort war: Nein. Und was dann?

So fängt es an. Ein Zurück gibt es dann nicht mehr. Hast Du ein Mal den Blick hinter den Vorhang gewagt, dann kannst Du an die Illusion nicht mehr glauben. Dann willst Du lieber etwas Echtes als eine gut gemachte Täuschung, egal, was das eben kostet.

Es kostet Dich Anstrengung.

Du könntest Dich auch einfach treiben lassen und mit dem Strom schwimmen. Wenn Du dabei jedoch plötzlich bemerkst, dass Du gar kein Fisch bist, dann funktioniert das nicht mehr. Dann ist einfach mitspielen genau so unangenehm wie auf die Suche nach dem zu gehen, was für Dich wichtig ist. Und dann gehst Du eben irgendwann los.

Das ist Persönlichkeitsentwicklung. Deswegen Persönlichkeitsentwicklung.

Sie bedeutet nicht, dass ich mich weiter entwickeln will wie ein Pokémon – immer eine Stufe höher, immer besser, um andere mit irgendeiner Superattacke fertig machen zu können. Sie ist kein Halt, an den ich mich klammere vor lauter psychischer Not. Sie ist einfach nur die Suche nach dem, was für mich richtig ist. Die Suche nach dem Ort, an dem ich so richtig ich sein kann, so wie ich gemeint bin, so wie es passt. Nur der Name dafür klingt eben leider grob wie ein Amboss.

Und wenn Dir irgendwann mal der Amboss Per-sön-lich-keits-ent-wick-lung vor die Füße fallen sollte und Dir die eine Frage plötzlich durch den Schädel wummert – schmiede Dein Eisen darauf, solang es heiß ist.

 

 

Das passiert wirklich, wenn Du Deinen Job kündigst

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Vor kurzem habe ich meinen Job gekündigt. Der Gedanke kommt mir immer noch absurd vor. Festvertrag, sichere Position und nach knapp fünf Jahren schön fest im Sattel der Routine – während meinem Germanistik-Studium hielt ich so etwas für den heiligen Gral der Arbeitswelt. Nach allem, […]

Mindpower im Februar – Lesetipps, Mindhacks und Deep Thoughts des aktuellen Monats

Mindpower im Februar – Lesetipps, Mindhacks und Deep Thoughts des aktuellen Monats

Der kurze, unscheinbare Februar hatte dieses Jahr für mich die geballte Ladung Emotionen und Nervenkitzel in petto.

Deine Träume leben: Mach‘ es jetzt und mach‘ es trotzdem!

Deine Träume leben: Mach‘ es jetzt und mach‘ es trotzdem!

Auf einem pinken Klebezettel an der Wand hinter meinem Schreibtisch steht: „Gib nie etwas auf, an das du jeden Tag denken musst.“ Ich habe keine Ahnung, von wem dieser Spruch stammt, aber als er mir über den Weg lief, dachte ich, dass da was dran sein muss. Warum sollte man auch etwas aufgeben, das einen täglich beschäftigt?

Um ehrlich zu sein: Gründe gibt es genug.

Es ist unvernünftig.

Es ist kindisch.

Es ist Zeitverschwendung.

Du bist nicht gut genug.

Du hast nicht genug Talent.

Andere können das viel besser.

Andere machen das schon viel länger.

Du könntest scheitern.

Es kostet Geld.

Es bringt nicht viel Geld ein.

Es ist nicht erfolgsversprechend.

Was sollen die anderen über Dich denken, wenn sie das wüssten?

Mir würde noch mehr einfallen, aber ich höre auf, weil das echt deprimierend ist. Mit unserem Leben das zu tun, was uns wirklich am Herzen liegt, scheint einfach an so viele Bedingungen geknüpft zu sein, so viel zu erfordern, so viel zu kosten. Nicht dass es ganz aussichtslos wäre. Denn es gibt ja Menschen, die ihr Leben so leben. Sie schreiben auch Blogs und tummeln sich in den sozialen Medien, lächeln glücklich in die Kamera und verkünden uns immer wieder: Du kannst das auch! Und irgendwie beschleicht einen so das Gefühl, als sei deren Leben ein ewiger Kindergeburtstag. Muss das toll sein!

Aber irgendwie, ich weiß nicht warum, bin ich übersättigt von diesen Stories. Ich weiß nicht, wie oft ich in letzter Zeit auf verschiedenen Blogs bei verschiedenen Menschen Abwandlungen der gleichen Geschichte gelesen habe:

„Ich habe nun endlich meinen ‚9-to-5-Job‘ gekündigt, reise durch die Welt und lebe endlich meinen Traum“.

An dieser Stelle frage ich mich unwillkürlich immer: „Wie – zum Henker – machst Du das?“

Und ich meine: Finanziell. Organisatorisch. Und überhaupt: Ist das die einzige Möglichkeit, meinen Traum zu leben? Es kommt mir so radikal vor.

Wie viel Platz brauchen unsere Träume bevor wir sie leben?

Ich hege und pflege tief in meinem Herzen auch diesen Traum. Frei sein von allem und verreisen. Reisende Schriftstellerin und Autorin – das könnte ich mir für mich auch vorstellen. Aber ganz realistisch betrachtet bin ich nicht alleine und gar nicht so ungebunden. Ich bin glücklich verheiratet. Ich hänge an meiner Familie und meinen Freunden hier. Ich habe drei heißgeliebte Katzenmädchen. Ich kann kein Nomadenleben führen und durch die Welt reisen, immer dort hin, wohin der Wind mich weht. Nicht ohne die Beziehungen zu all diesen „Lebewesen“ zumindest zu reduzieren.

Ich weiß auch nicht, welche Sicherheiten diese Menschen in der Hinterhand haben, die einfach ihren Job kündigen und reisen gehen. Realistisch betrachtet müssen sie entweder ein beträchtliches Sümmchen gespart oder bereits ein ziemlich rentables ortsunabhängiges Business am Laufen haben, das ihnen die Reiserei auch finanziert. Von Luft und Liebe kann letztendlich eben doch keiner leben, wie minimalistisch er sich auch immer einrichtet. Dahinter dürfte also sehr viel Organisation, Planung und auch Disziplin stecken.

Respekt vor den Leuten, die das so durchziehen – es sei ihnen gegönnt. Doch sie liegen auch ein bisschen schwer im Magen. Denn es beschleicht einen leicht das Gefühl, dass all das notwendig ist, wenn man „den Traum“ leben will. Job kündigen, raus aus dem Hamsterrad. Koffer packen. Reisen. Frei sein!

Wem das zu viel ist (was ich gut verstehen kann), der zieht sich angesichts dessen vielleicht doch lieber vom großen Traum zurück und bleibt in seiner Komfortzone. Und denkt einfach weiterhin jeden Tag dran.

Aber das war doch mal anders! Erinnerst Du Dich noch?

Die Zeit, als wir einfach gemacht haben …

Früher habe ich mir noch nicht so viele Gedanken um meine Ideen gemacht. An einem Samstagnachmittag haben eine Freundin und ich unsere „Freundschaftsbändchen-Knüpf-Skills“ geschwind „monetarisiert“. Wir haben eine Decke ausgebreitet und unsere Bändchen für 10 Pfennig das Stück verkauft. Hat uns nicht reich gemacht, aber dass es am Ende für ein Eis für jede gereicht hat, war ein Wahnsinnserfolg. Ein andermal haben wir mit den Kindern aus der Nachbarschaft eine unterirdische Höhle gebaut (meine Mama kriegt heute noch Schnappatmung, wenn sie daran denkt). Und einen Sommer lang haben wir Schnecken gesammelt und mit ihnen Schneckenrennen veranstaltet.

All das waren Ideen in unseren Köpfen, denen wir einfach gefolgt sind – unabhängig davon, was daraus wird. Ich habe heute zwar keinen professionellen Schneckenrennstall aufgebaut und auch das Freundschaftsbändchen-Business ist nicht zu meinem Hauptjob geworden, aber bereut habe ich es kein Stück. Nicht jeder unserer Ideen ist es beschieden zu der einen Sache zu werden, auf der wir unser Leben fortan aufbauen. Aber deswegen sind es diese Ideen nicht weniger wert, dass wir ihnen folgen.

Im Buch „Big Magic“ schreibt Liz Gilbert über ihre beste Freundin, die in ihrer Jugend Eiskunstlauf praktiziert hat und richtig gut war. Sie war jedoch nicht gut genug, um zu den besten zu gehören und eine Profi-Karriere draus zu machen, also hörte sie mit dem Eiskunstlaufen auf. Später, als sie 40 war, fehlte ihr etwas im Leben. Etwas, das ihr Spaß machte, dass sie sich lebendig fühlen ließ. Und da fiel ihr das Eiskunstlaufen wieder ein. Jeden Tag stand sie extrafrüh auf und drehte einige Runden auf dem Eis, noch bevor sie zu ihrem 9-to-5-Job aufbrach. Und es machte sie so glücklich wie schon lange nichts mehr. Bis heute wurde keine Profi-Karriere daraus, dennoch hat es das Leben von Liz Gilberts Freundin um einiges schöner gemacht.

Deine Träume müssen nicht zu Deiner Karriere werden

Die Zeiten waren vielleicht nie besser, um aus dem, was man gerne tut, ein Business, eine Karriere, einen Lebensunterhalt zu machen. Das mag sein. Dennoch ist das nicht die Bedingung dafür, unseren Herzenswünschen nachzugehen. Denn jedes Business, jede Karriere hat auch Schattenseiten. Selbst wenn ich reisende Schriftstellerin würde und meinen Lebensunterhalt davon bestreiten könnte, müsste ich mich mit steuerlichen Angelegenheiten, meiner Krankenversicherung, der Altersvorsorge, Businessplänen, Kalkulationen und so weiter herumschlagen. Es wäre nicht alles Reisen und Schreiben, auch wenn das im Wesentlichen mein Traum ist. Um einfach zu schreiben und zu verreisen, muss ich jedoch auch gar kein Business daraus machen. Das kann ich tun, wann immer ich will. Einfach nur reisen und einfach nur schreiben. Die Krux an der Sache ist, dass wir oft den Anspruch haben, mit unseren Träumen auch unbedingt erfolgreich sein zu müssen. Müssen wir aber nicht. Sie machen uns genau so Freude, wenn wir sie einfach erst mal nur für uns behalten. Wenn mehr daraus wird – gut. Wenn nicht – auch gut. Wenn Dein „9-to-5-Job“ gar nicht die Hölle auf Erden ist – warum solltest Du ihn hinschmeißen? (Falls er es doch ist, ist das natürlich was anderes.) Wenn Du in einem Beziehungsgefüge egal welcher Art steckst und Dich darin wohl fühlst, warum solltest Du die Zelte abbrechen?

Mach‘ einfach, was Dich glücklich macht. Aber mach‘ es jetzt. Mach‘ es einfach. Nur für Dich, weil Dein Herz sich danach sehnt. Nicht für „die Community“ oder sonst wen, den Du glaubst beeindrucken zu müssen. Egal wie alt Du bist, egal wie Du Dein Geld verdienst, egal, was sonst wer davon halten könnte – mach‘ es einfach. Und egal, welche Einwände Dir kommen werden (und sie werden kommen): Mach‘ es trotzdem.

Geh‘ Eislaufen, veranstalte Schneckenrennen, besuch‘ einen Töpferkurs oder lern‘ endlich mal Chinesisch – was auch immer es ist, woran Du jeden Tag denken musst – mach‘ es. Einfach so. Weil es Dich jetzt glücklich macht.

 

Was ist für Dich gerade das, woran Du jeden Tag denken musst? Und: Wann legst Du damit los?

 

Ein Wort, das Deinem Leben eine andere Richtung geben kann

Ein Wort, das Deinem Leben eine andere Richtung geben kann

Es gibt ein Wort. Wir erlernen es ziemlich früh in unserem Leben. Sogar eine gewisse „Phase“ ist danach benannt. Die Rede ist von: „Warum“. Als Kleinkinder wollen wir den Grund für alles wissen: Warum ist die Sonne hell? Warum ist Oma alt? Warum darf ich […]